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climate-mainstreaming.net >> Projekt Gesamtprojekt: Kurzdarstellung und Ziele Mainstreaming von Klimarisiken und -chancen im Finanzsektor Klimabezogene Chancen und Risiken in Versicherung, Vermögensverwaltung und Kreditvergabe (mit Schwerpunkt Vermögensverwaltung) Germanwatch, Universität Potsdam / PIK Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, DIW (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung), Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie Der globale Klimawandel birgt für den Finanzsektor erhebliche Risiken, bringt aber auch Chancen mit sich. Einerseits bedrohen Schäden in Milliardenhöhe die Wertentwicklung von Investitionen und Unternehmen; andererseits entstehen aber auch neue Geschäftsfelder. Gelingt es dem Finanzsektor, sich an diese Situation schnell und umfassend anzupassen, können Chancen genutzt werden, die neben effektivem Klimaschutz auch sozialen und ökonomischen Mehrwert sichern. Seit einigen Jahren wird das Thema Klimawandel deshalb zunehmend von institutionellen Investoren, Versicherungen, Vermögensverwaltern und Pensionsfonds bearbeitet; dies umfasst sowohl Mitigation als auch Adaption. Finanzdienstleister bei der Integration von Klimaaspekten zu unterstützen und gemeinsam offene Fragen hierbei zu bearbeiten steht bei dem dreijährigen Projekt "Mainstreaming von Klimarisiken und -chancen im Finanzsektor" im Vordergrund. Das Projekt läuft seit Ende 2006 und wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Projektpartner sind Germanwatch (Konsortialführer), die Universität Potsdam, das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie sowie das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) und das European Climate Forum (ECF). Als Praxispartner sind unter anderen die Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft AG, WestLB AG, Bayerische Hypo- und Vereinsbank AG, Allianz Global Investors und die Dt. Vereinigung für Finanzanalyse und Asset Management DVFA beteiligt. Ausgehend vom tatsächlichen Bedarf deutscher Finanzdienstleister werden Lösungsvorschläge für eine angemessene Berücksichtigung klimabezogener Risiken und Chancen bei Unternehmensbewertung, Finanzanalyse, Risikoquantifizierung und -kontrolle und bei Investitionsentscheidung bzw. Vermögensverwaltung erarbeitet. Ziel ist die Entwicklung von Instrumenten, Verfahren und Methoden, die es Finanzanalysten, Vermögensverwaltern, Versicherern und Investoren ermöglichen, den Klimawandel bzw. -schutz bei ihren Entscheidungen zu berücksichtigen; dies gilt sowohl für Mitigation als auch für Adaption. Ein entsprechendes anwendungsbezogenes, expertengestützten Klassifikationssystem soll sich an Tools von Sell-Side-Analysten, Portfoliomanagern bzw. Underwritern orientieren und in deren Werkzeuge integrierbar sein. Ein Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung neuer Ansätze der Risikobewertung. Durch den Klimawandel verändern sich klimatische und politische Rahmenbedingungen in einem Maße, dass statistische Verfahren und die einfache Fortschreibung bisheriger Trends keine zuverlässigen Rückschlüsse auf künftige Entwicklungen mehr ermöglichen. Dadurch nimmt die Unsicherheit bei Entscheidungen zu. Ein viel versprechender Ansatz sind Methoden des Bayesianischen Risikomanagements. Durch ihre Anwendung wird eine bessere Bewertung der Folgen des Klimawandels, der Klimapolitik und ihrer finanziellen Implikationen möglich. Sie bilden daher ein Kernelement des Projektes. Die Ergebnisse werden gemeinsam mit ausgewählten Finanzdienstleistern erarbeitet und Finanzmarktakteuren zur Verfügung gestellt, die damit wichtige Weichen für verbesserte Anpassungsmaßnahmen und verbesserten Klimaschutz der Wirtschaft stellen können. Zu den Kernelementen im Arbeitsprogramm gehört zunächst die Erhebung des Status Quo und des Bedarfs. Dabei werden über Interviews und Stakeholderprozesse die Optionen ausgelotet; es werden sowohl die Fähigkeit von Finanzdienstleistern, Klimarisiken adäquat abbilden zu können, als auch die Anschlussfähigkeit verschiedener Methoden an bestehende Verfahren des Risikomanagements untersucht. Darauf aufbauend dienen drei Fallstudien der Entwicklung und Implementierung neuer Produkte und Verfahren. Abschließend werden die Ergebnisse der Fallstudien einzeln und in der Zusammenschau ausgewertet und daraus Schlussfolgerungen für Produkte und Verfahren für Finanzdienstleister gezogen. Weitere Untersuchungen, Studien, Expertengespräche und Workshops runden die Forschung am Thema ab und verstärken den praxisbezogenen und lösungsorientierten Ansatz des Projektes; hierdurch wird die Arbeit direkt mit den Aktivitäten an den Finanzmärkten verknüpft und erfährt so größtmögliche Breitenwirkung. Die Arbeitsgruppe "Bayesian Risk Solutions", die gemeinsam von der Universität Potsdam, dem Potsdam-Institut für Klimafogenforschung und dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung betrieben wird, steuert in Zusammenarbeit mit dem European Climate Forum Werkzeuge und Methoden zum Bayesianischen Management von Klimarisiken bei. Diese Werkzeuge und Methoden werden für das Projekt modifiziert bzw. neu entwickelt nutzbar gemacht. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung bringt darüber hinaus seine Kompetenzen ein für die Projektion von Zeitreihen zu Energieverbrauch, Transportnachfrage, Ölpreisentwicklung und anderer Größen, die für das Projekt wesentlich sind. |
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letzte Änderung:
19.3.07
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